Fr, 15. Mai 2026, 19:00 Uhr • Ausstellung
Die bunten Zwanziger - Zwischen Euphorie und Erschöpfung (Vernissage)
Sommerausstellung des Landauer Kunstvereins
Eintritt frei!
Foto/Illustration: Lea Dencker: Alles im Fluß
Eröffnet wird die Sommerausstellung von der Vorsitzenden des Kunstvereins Dr. Monica Jager-Schlichter. Miriam Erb, Leiterin des Kulturbüros Landau, spricht ein Grußwort und Rainer Steve Kaufmann, Akademischer Oberrat vom Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst der RPTU Landau, wird in die Ausstellung einführen. Musikalisch untermalt wird die Eröffnung von dem Akkordeon-Duo Katrin Meyer und Karin Füssel.
Anlässlich des Kultursommers Rheinland-Pfalz unter dem Motto „Die goldenen Zwanziger“ hat der Landauer Kunstverein vier Kunstschaffende mit unterschiedlichen Ausdrucksformen in die Villa eingeladen. Die Ausstellung unter dem Titel „Die bunten Zwanziger - Zwischen Euphorie und Erschöpfung“ bewegt sich im Rahmen des dialogischen Spannungsfeldes zwischen den 1920er-Jahren und den heutigen 2020ern, mit dem Fokus auf junge Erwachsene. Dabei geht es um die künstlerische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Veränderungen, mit einem diversen Selbstbild und den verschiedenen technischen und medialen Ausdrucksformen im Wandel der Zeit. Die Ausstellung verbindet Vergangenheit und Gegenwart: Die kreativen, rebellischen und widersprüchlichen 1920er-Jahre treffen auf die Stimmen junger Menschen der heutigen 2020er-Jahre mit ihren gesellschaftlichen, digitalen und politischen Herausforderungen. Die Frage nach den Parallelen und den Unterschieden zwischen den beiden Jahrzehnten, die 100 Jahre entfernt liegen, drängt sich dabei auf. Welche Ausdrucksformen und Techniken kommen hier in dieser Ausstellung zusammen?
Lea Dencker, geboren 1998 in Troisdorf, lebt, arbeitet und studiert in Landau in der Pfalz. Sie widmet sich in ihren Arbeiten der Ästhetik und Technik der frühen Fotografie und der filmischen Lichtführung.
Hetty Hollm, geboren 1996 in Berlin, lebt und arbeitet in Mainz. In ihren übergroßen Inkjet-Prints thematisiert sie die Technik der KI-basierten Software und den sozial- emotionalen Aspekt des Menschen hierzu. Bei ihren überdimensionierten Siebdrucken auf Papierrollen stellt sie Elemente von traditionellem Handwerk, serieller Reproduktion und digitaler Bearbeitung gegenüber.
Joël Müller, geboren 1998 in Mainz, lebt, arbeitet und studiert auch in Mainz. Seine Textilarbeiten fokussieren sich auf eine queere Perspektive auf kirchliche Strukturen und auf die Popkultur der letzten Jahrzehnte. In seinen Rauminstallationen behandelt er den Versuch des Festklammerns an Erinnerungen und dem häufig unumgehbaren Prozess des Verschwimmens und Verlierens seiner Erinnerungen.
Elpida Christina Tsaousidis, geboren 1993 in Dieburg, lebt, studiert und arbeitet ebenfalls in Mainz. Ihre Arbeiten widmen sich dem Thema des transgenerationalen Traumas. Wie werden kollektive und individuelle Erfahrungen von Verlust, Angst, Krisen und das Gefühl von Anpassung oder dem Bedürfnis nach Neuanfang über Generationen hinweg fortgeschrieben. Ihre künstlerischen Ausdrucksformen gehen von Rauminstallationen, über Performance-Kunst bis hin zu filmischen und fotografischen Arbeiten.