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Klaus-Peter Wolf erhält den Martha-Saalfeld-Preis 2026

Klaus-Peter Wolf, einer der auflagenstärksten und vielseitigsten deutschsprachigen Autoren, erhält in diesem Jahr den Martha-Saalfeld-Preis.

Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung vergibt das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Rheinland-Pfälzisch Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU).

„Klaus-Peter Wolf schreibt Bücher, die man nachts nicht weglegen kann. Und er schreibt sie so, dass man am Morgen danach anders auf die Welt schaut“, sagt Kulturminister Sven Teuber. „Er geht dahin, wo es wehtut, und nimmt seine Leserinnen und Leser mit. Dass Millionen Menschen ihm dabei folgen, ist kein Widerspruch zu literarischer Qualität. Es ist ihr bester Beweis.“ Die Entscheidung traf eine Fachjury: Prof. Dr. Anja Ohmer, Leiterin des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog an der RPTU, die Mainzer Autorin Sarah Beicht, SWR-Journalist Thilo Eickhoff und Michael Au, Literaturreferent des Landes Rheinland-Pfalz. „Dem Votum der Jury bin ich sofort gefolgt. Eine klarere Wahl gibt es kaum“, so Teuber.

Bestsellerautor mit Haltung

Bekannt ist Wolf vor allem durch seine Ostfriesenkrimis um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen, die regelmäßig die Bestsellerlisten anführen und im ZDF verfilmt werden. Sein Werk reicht aber weit darüber hinaus: Romane, Kinder- und Jugendbücher, Hörspiele und zahlreiche Drehbücher, unter anderem für „Tatort“ und „Polizeiruf 110“. Seine Bücher wurden in 26 Sprachen übersetzt und mehr als 15 Millionen Mal verkauft. „Unterhaltung mit Haltung, das sagt man über viele. Bei Klaus-Peter Wolf stimmt es wirklich“, betont der Minister. „Hinter jeder Spannung steckt bei ihm eine Frage an unsere Gesellschaft. Das zieht sich durch sein Werk, von den ersten Texten bis heute.“

Tief verbunden mit Rheinland-Pfalz

Mit dem Martha-Saalfeld-Preis zeichnet das Land Autorinnen und Autoren mit besonderer Reputation aus, die in Rheinland-Pfalz geboren sind, hier leben oder durch ihr Schaffen eng mit dem kulturellen Leben des Landes verbunden sind. Für Wolf gilt das in besonderer Weise: Der 1954 in Gelsenkirchen geborene Autor lebte mehr als 20 Jahre im Westerwald und schrieb dort wichtige Bücher wie den Roman „Traumfrau“. Heute lebt er mit seiner Frau, der Liedermacherin Bettina Göschl, im ostfriesischen Norden. „Ein Teil von Klaus-Peter Wolfs Geschichte ist im Westerwald entstanden. Es freut mich sehr, dass wir ihm jetzt etwas zurückgeben können“, sagt Teuber.

Preisverleihung in Landau und Poetikdozentur der RPTU

Die Verleihung findet am 10. Dezember in Landau statt, der Geburtsstadt der Dichterin Martha Saalfeld (1898–1976), nach der der Preis benannt ist. Klaus-Peter Wolf wird im Wintersemester 2026/27 auch die Poetikdozentur der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau übernehmen. Geplant sind Veranstaltungen in Landau und Kaiserslautern. Bisherige Dozentinnen und Dozenten waren unter anderem Tijan Sila, Daniel Kehlmann, Sybille Lewitscharoff und Sebastian Fitzek.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums

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