Fr, 29. Mai 2026, 19:00 Uhr • Kino
Wie das Ankommen gelingt
Dokumentarfilm zur Integration in der Südpfalz
Eintritt frei!
Migrant ist kein Beruf. Spracherwerb, Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe sind die entscheidenden Schlüssel für gelingende Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Der Film zeigt exemplarisch Wege der Integration in der Südpfalz – konkret, lebensnah, ermutigend und nachahmenswert.
Der Film will Mut machen und veranschaulichen, wie Integration gelingen kann. Migration ist jedoch keine Einbahnstraße. Sie erfordert Engagement sowohl von der Aufnahmegesellschaft als auch von den Zugewanderten. Begegnung, Beratung, gemeinsames Handeln und gegenseitiges Lernen sind dabei unverzichtbar. Nur so können Vorurteile abgebaut und Hass sowie Rassismus überwunden werden. Zugleich macht der Film sichtbar, welche Fähigkeiten, Perspektiven und Erfahrungen zugewanderte Menschen in die deutsche Gesellschaft einbringen – und wie sehr diese davon profitiert.
Der Film beginnt mit eindringlichen Bildern aus dem Krieg in der Ukraine – aufgenommen vom Bruder des ukrainischen Kameramanns, der selbst an der Front steht. Sie bilden den emotionalen Ausgangspunkt und verweisen auf die Gründe von Flucht und Migration. Im Anschluss richtet sich der Blick auf konkrete Orte und Menschen der Integration. In der Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer wird die erste Unterstützung und Hilfe für neu Angekommene sichtbar. Im „Haus der Familie“ in Bad Bergzabern stehen individuelle Beratung, Sprachförderung und persönliche Betreuung im Mittelpunkt – hier wird auch eine sudanesische Familie auf ihrem Weg ins Leben begleitet.
Weitere Stationen zeigen die Vielfalt des Engagements: die Beratungsarbeit von zugewanderten Frauen beim CJD in Landau, die intensive Lebenshilfe und Förderung junger Geflüchteter im Jugendwerk St. Josef in Landau-Queichheim sowie Sprachkurse der Organisation „ProfeS“, ergänzt durch gezielte Unterstützung für akademische Fachkräfte aus fremden Ländern wie Ärzte und Pharmazeuten.
Mit dem Übergang in Arbeit und Selbstständigkeit rückt die Perspektive der gesellschaftlichen Teilhabe in den Fokus. Das Jobcenter Landau führt Menschen in den Arbeitsmarkt, z.B. eine junge afghanische Frau auf ihrem Weg in die IT-Branche bei Atruvia in Karlsruhe.
Auch im Alltag wird Integration sichtbar – etwa im Möbelhaus Ehrmann in Landau, wo geflüchtete Mitarbeitende mit Kompetenz und Engagement zur Beratung und häuslichen Unterstützung der Kundschaft beitragen.
Bildung als Schüssel der Zukunft steht im Mittelpunkt weiterer Szenen. An der Alfred-Grosser-Schule in Bad Bergzabern sowie in der Grundschule in Schaidt wird die Förderung von Kindern mit Fluchterfahrung sichtbar gemacht. Besonders eindrucksvoll ist das Porträt einer syrischen Lehrerin, die ihr Referendariat vor kurzem abgeschlossen hat und zwischen Unterricht und Familienleben ihren eigenen Integrationsweg gestaltet.
Den Höhepunkt bildet die Einbürgerungsfeier im Kreishaus Südliche Weinstraße in Landau mit Landrat Dietmar Seefeldt ein sichtbares Zeichen gelungener Integration und gesellschaftlicher Zugehörigkeit. Stimmen aus der Politik, darunter die ehemalige rheinland-pfälzische Bildungsministerin und heutige Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig, sowie Interviews mit Einheimischen und Zugewanderten ergänzen das Integrationsbild.
Ruhige Stadtansichten einer vielfältigen, von Migration friedlich geprägten Gesellschaft schließen den Film ab – ein leiser, aber eindringlicher Ausblick auf ein gelingendes Miteinander.
Der Film entstand mit Unterstützung von der Medienförderung Rheinland-Pfalz, der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, dem Landkreis Südliche Weinstraße, der Stiftung der Sparkasse Südpfalz, dem Bezirksverband Pfalz, dem Ministerium für Bildung, Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, GEW Rheinland-Pfalz, VR Bank Südpfalz und dem Möbelhaus Ehrmann.
Ein Film von Dr. Paul Schwarz
Produzent: Christian Schega / Calimedia
Laufzeit: ca. 80 Minuten