Fr, 13. März 2026, 19:00 Uhr • Vortrag
Ist das noch|schon mein Land?
Gespräche über Heimat
Eintritt frei!
Landau, reden wir über Heimat! Unter dem Titel »Ist das noch|schon mein Land?« diskutieren am 13. März im Alten Kaufhaus der in Edenkoben geborene Publizist Ralf Fücks und der Schriftsteller Tijan Sila – miteinander und mit dem Publikum.
Unter dem (sehr deutschen) Wort Heimat können sich viele Menschen immer noch – oder wieder? – etwas vorstellen: in Milieus, wo der Begriff seit eh und je beheimatet ist, in rechtsextremen Kreisen, die diesen Begriff zu vereinnahmen versuchen, aber auch links der Mitte. Was aber ist Heimat? Und – um die Frage mit Jean Améry zu formulieren – wie viel Heimat braucht der Mensch? Was ist erforderlich, um sich zu beheimaten? Was gefährdet das Heimatgefühl? Wie geht Heimat im Plural?
Das Publikum ist eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Mehr noch, das Publikum ist integraler Bestandteil des Konzepts. Es soll nicht ehrfürchtig den Gästen lauschen, um am Ende zwei, drei hastige Fragen zu stellen, sondern ist eingeladen, mitzusprechen – mit dem Podium, aber auch untereinander. Moderiert wird der Abend von Ruth Fuentes.
Ralf Fücks, geboren 1951 in Edenkoben (RLP), Ex-Politiker (Grüne) und Publizist. 1991–1995 Umweltsenator in Bremen, 1997 Mitglied des ersten, damals dreiköpfigen Vorstands der Heinrich-Böll-Stiftung. 2017 Gründer des Thinktanks Zentrum Liberale Moderne.
Tijan Sila, geboren 1981 in Sarajevo, Schriftsteller (»Tierchen Unlimited«, »Krach«). Er veröffentlichte Essays in der Zeit, der taz und dem Freitag. 2024 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Er lebt in Kaiserslautern. Zuletzt erschien: »Radio Sarajevo« (Hanser, 2023).
Ruth Fuentes, geboren 1995 in Kaiserslautern, Journalistin. Sie schreibt seit 2022 im Wechsel mit Aron Boks die bei taz.FUTURZWEI die Kolumne »Stimme meiner Generation«. Mitglied der Lesebühne Neuköllner Brett (Berlin).
Eine Veranstaltung des PEN Berlin in Kooperation mit dem Kulturzentrum Altstadt e.V., gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz sowie dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.